Oberlausitzer Wanderstiefel

Oberlausitzer Wanderstiefel

Nachdem wir schon ein paar "Oberlausitzer Wanderstiefel"-Wege gegangen sind, zog es uns Anfang September 2002 in die Westlausitz. Mit der Eisenbahn (Oberelbetarif 2 Zonen) fuhren wir vom Bahnhof Dresden-Neustadt nach Königsbrück. Die Fahrzeit betrug ca. eine halbe Stunde. Vom Bahnhof folgten wir dann einer roten Markierung ins Tiefental. Die Markierung verloren wir zwischenzeitlich, dafür belohnte uns der Weg hinter der Ruine der Stadtmühle von Königsbrück mit einen romantischen Weg durch das Tiefental.

Im Tiefental

altes Wehr mit Mühlgraben

An der Straße von Königsbrück nach Gräfenhain fanden wir die rote Strichmarkierung wieder und folgten dieser nach rechts. Wir wanderten durch Gräfenhain. An der Dorfstraße stehen auch ein paar schon verblichene Tafeln mit Erklärungen zur Dorfgeschichte. Am Dorfausgang ist an einem Haus ein Wandbild des Keulenberges zu sehen, unser erstes Etappenziel.

Wandbild des Keulenberges
Den Keulenberg vor Augen taucht der Weg in den Wald ein. Nach einer guten Stunde Wegzeit von Königsbrück rasteten wir dann in einer Schutzhütte an einer Wegkreuzung. Weiter ging es nach rechts, dann über einen Feldweg und wieder in den Wald hinein. Immer der roten Markierung folgend stiegen wir auf den Keulenberg. Oben angelangt erfrischten wir uns erst einmal bei einem Bierchen vom Kiosk. Aber viel mehr gab es dort auch nicht - Stromausfall. Über den Keulenberg will ich hier nichts weiter schreiben, denn das ist auf der Homepage des Tiefentalers besser beschrieben. Schutzhütte im Wald
Die Gaststätte ließen wir links liegen und wanderten nun bergab in Richtung Friedersdorf. Beim Überqueren der Landstraße unterhalb des Kleinen Keulenberges schnürte gerade ein Fuchs über die Wiese.
Ein Fuchs
Wir folgten weiter dem roten Strich Richtung Friedersdorf. Ganz rechts noch einmal ein Rückblick auf den Keulenberg, links daneben der Aussichtsturm auf den Keulenberg.
Der Aussichtsturm auf dem Keulenberg Rückblick zum Keulenberg

In Friedersdorf war die Mittagszeit fast vorbei, der Hunger machte sich bemerkbar. Unmittelbar an Friedersdorf grenzt Thiemendorf, dort bogen wir dann von unserer vertrauten Markierung nach kinks ab. Unser Mittagsziel, das Waldschlösschen an der Straße zwischen Pulsnitz und Kamenz erreichten wir dann gegen 14 Uhr - Küchenschluß! Doch der Chef ließ sich erweichen, zweimal Makkaroni schmeckten wunderbar. Überhaupt sehr zu empfehlen, diese Einkehrstätte - Futtern wie bei Muttern!

Geflügel
Geflügel Links allerlei Geflügel in Thiemendorf +++ rechts die Gaststätte Waldschlösschen

 

Gasthaus Waldschlösschen

Vom Waldschlösschen wanderten wir direkt gegenüber weiter (Wegweiser), vor der Gartenanlage wählten wir den rechten Weg am Waldrand entlang.  Nicht lange, und wir queren die Straße von Pulsnitz nach Steina. Damit wir nicht durch den Ort und somit Straße laufen mußten, blieben wir im Wald. An einem Feld dann rechts, später dann (wieder markiert) links auf den Kirchweg. Nützlich ist an dieser Stelle die Topographische Karte des Landesvermessungsamtes Sachsen im Maßstab 1:25000 "Kamenz, Pulsnitz", die im örtlichen Buchhandel erhältlich ist.
Bald erreichen wir einen Bauernhof, nach rechts führt hier dann eine Fahrstraße auf den Schwedenstein. Wir folgen dem grünen Punkt.

Blick zum Schwedenstein Schwedenstein und Gasthaus (rechts)
ghsschwed.jpg (73004 Byte) Schwedenstein Funkmast

Auf dem Schwedenstein befindet sich eine Ausflugsgaststätte und Aussichtsturm, außerdem ein Funkturm. Vom Schwedenstein folgten wir der roten Strichmarkierung hinab nach dem Ortsteil Gickelsberg. Nach Überqueren der Hauptstraße immer der roten Markierung folgend gelangten wir wieder in den Wald. Rechts biegen Wanderwege nach Ohorn (Jugendherberge) ab. Vorbei an einem kleinen Steinbruchtümpel gelangten wir an eine Kreuzung. Hier ging es nach rechts auf dem Mühlweg. Später folgten wir dann links der Ausschilderung zur Buschmühle, unserem heutigen Etappenziel. Vorher unterquerten wir noch die Autobahn A4 von Görlitz. Es ist schon erstaunlich, was für einen Geräuschmüll so eine ziemlich stark befahrene Autobahn erzeugt, denn das Rauschen der Autobahn war schon eine ganze Weile zu hören!

Die Buschmühle Gegen 16:30 erreichten wir die Buschmühle. Wir hatten in der Woche vorher schon telefonisch angefragt und ein Doppelzimmer reservieren lassen. Und wir bereuten es nicht, nette Wirtsleute, ein wunderschönes Zimmer mit Blick auf dem Buschmühlenteich und ein ausgezeichnetes Essen am Abend entschädigten uns für die "Strapazen" des Tages. Die Buschmühle ist echt ein Geheimtipp...! Wir wählten jeder ein Rumpsteak mit Champies und Pommes zu 11,05Euro. Uns hat es sehr gut geschmeckt! Einziger Wehmutstropfen: Die Bierpreise, für einen halben Liter Schwarzbier "Edle Sünde" aus der Brauerei Großröhrsdorf werden immerhin stolze 3,10 (T)Euro berechnet, also runde 6 Mark! Preise wie auf der Alm in den Alpen..., dort muss das Getränk aber auch erst hinaufgeschafft werden...ts ts.
Erwähnen möchte ich noch das an das Haus angeschlossene Geschenkestübchen. Allerlei Kunstgewerbliches u.a. aus dem Erzgebirge, aber auch Töpferware kann man hier kaufen.
Der Buschmühlenteich
Am nächsten Morgen lag der See ganz still. Nach einem wunderbaren Frühstück brachen wir gegen halb neun auf. Unser erstes Ziel war die Luchsenburg, dazu wanderten wir entlang der Autobahn, das Geräusch immer im Ohr, brrr. Über die Straßenbrücke bei Röderbrunn gelangten wir zum Forsthaus Luchsenburg, Ausflugsgaststätte und Hotel. Die Luchsenburg
Die Luchsenburg

Der roten Markierung folgend wanderten wir hinauf zum Hochstein (449m). Die Aussicht war leider nicht besonders gut, aber den Rückblick zum Keulenberg und Schwedenstein, über die wir gestern wanderten, möcht ich hier trotzdem nicht vorenthalten:

Der Blick vom Hochstein zurück Aufstieg zum Hochstein
Aufstieg zur Gipfelplatte
Vom Hochstein absteigend folgten wir dem Nördlichen Kammweg, wobei der Wanderweg aber bald (markiert) von diesem rechts abzweigt. Da in Folge des alten Wanderweges mit Neubau der Autobahn eine Wildbrücke gebaut wurde, umgehen wir diese. Unsere Markierung war jetzt der rote Punkt, welcher uns bis hinüber zum Butterberg nicht mehr verließ. Der Butterberg ist ein Ausflugsberg über Bischofswerda. Das Gasthaus wurde erst vor nicht allzulanger Zeit wieder eröffnet. Ein großer Gästegarten mit Bedienung, aber auch ein netter Gastraum laden zur Einkehr ein. Da Mittatgszeit war, kehrten wir ein. Auch hier erwartete uns schon wie gestern ein wahres Gourmeterlebnis. Wir bestellten Grillrippchen, diese wurden auf einem Holzbrett zusammen mit einer Folienkartoffel gefüllt mit Quark und einem reichlichen Salat serviert. Der Preis in Höhe von 7,10Euro war angenehm, auch die 0,4l Radeberger zu 2,20Euro waren nicht zu teuer. Hier hat es uns ausgezeichnet geschmeckt und gefallen!

Unser Tagesziel, den Bahnhof von Bischofswerda erreichten wir dann nach ca. einer Stunde Wanderzeit. Von hier brachte uns dann der Regionalexpress von Zittau in einer knappen halben Stunde nach Dresden.

Ein tolles Wanderwochenende ging zu Ende, hier noch einmal die Details:
Königsbrück - Tiefental - Gräfenhain - Keulenberg - Friedersdorf - Thiemendorf - Waldschlösschen - Schwedenstein - Buschmühle - Luchsenburg - Hochstein - Heiterer Blick - Butterberg - Bischofswerda .

Damit ist wieder ein Stück des Oberlausitzer Wanderstiefels abgelaufen. Nachahmern viel Spass, wir sind neugierig auf Eure Mails!

Butterberg

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