Samstag - 11. Mai 2002 Von Hinterhermsdorf zum Raubschloss bei "Zydler"

Diese schöne Rundwanderung ins Böhmische begannen wir am Parkplatz Buchenparkhalle bei HInterhermsdorf. Wie auf allen ausgeschilderten Parkplätzen hier kostet die Parkkarte 2,50 EURO (Tageskarte). Wir starteten gegen 10 Uhr in Richtung Obere Schleuse. Zuerst entlang der Gartenanlage verlassen wir am Ende dieser den Strom der Schleusenwanderer und biegen halblinks ab (nicht mehr markiert!). Bald zweigt wieder ein Weg noch einmal nach links ab und wir erreichen einen mit Gelbstrich markierten Weg, der uns nach rechts bald zu die Taubensteine führt. Hier hat man einen prima Blick hinab ins Kirnitzschtal zur Niedermühle und hinüber ins Böhmische. Ein Stück von der Aussicht zurück folgen wir dann den Reißersgrund ins Kirnitzschtal hinab. Unten halten wir uns dann links und passieren bald die Niedermühle, eine alte Sägemühle. Ein wenig weiter sind rechts die Grundmauern der Böhmischen Mühle noch zu erkennen, bevor es rechts ab zum Grenzübergang für Wanderer und Radfahrer geht. Gleich hinter der Grenze halten wir uns links. Hier existierte bis 1945 das Dorf Hinterdaubitz, an welches eine zweisprachige Tafel erinnert. Nach einem Kilometer folgen wir an der Abzweigung den Weg nach rechts im Khaatal, links auf der deutschen Seite ist der Eingang ins Weißbachtal zu sehen. Unser nächstes Ziel ist die Touristenbrücke (Turisticky most), wo einige Bänke zur Rast einladen. Links folgen wir der grünen Markierung bergan. Auf dem Sattel nach ca. 20 Minuten zeigt links ein Wegweiser zum Raubschloss (Brtnicky hradek) 200m. Die Felsenburg befindet sich auf einen Felsplateau, der ein runder Felsen aufgestzt ist. In diese ist eine künstliche viereckige Vertiefung eingehauen. Sie sieht aus wie ein Kellergeschoss. Die Burg soll einmal durch das Adelsgeschlecht der Berken von der Duba zum Schutz des kürzesten Verbindungsweges von der Elbe in die Lausitz. Der Blick vom Zeidler, wie die Burg wohl übersetzt heißt, ist nicht überwältigend. Die 200m durch die in den Fels gehauenen Stufen erreichen wir wieder den Hauptweg. Diesem folgten wir nach links nach Sternberk, was einmal ein Jagdschloss gewesen sein soll. Den Ausführungen auf der zweispachigen Hinweistafel nach wurde dieses in den 80er Jahren des 20. Jht. restauriert, aber nicht nach den historischen Vorlagen, sondern für den Zweck als Ferienlager.
Von Sternberk folgen wir der Straße Richtung Brtnyk (Zeidler) - ca. 2km. Auf der Hauptstraße links haltend, biegt nach 50 Meter halblinks die Straße nach Kopec (Hemmehübel) ab, welches nach einem weiteren Kilometer erreicht wird. Leider ist die auf der Wanderkarte "Böhmische Schweiz" von Rolf Böhm verzeichnete Gaststätte nicht mehr geöffnet, so dass wir auf eine Einkehr verzichten mussten. Um so besser schmeckten dann nach Passieren des idyllischen Dorfes die mitgebrachte Brotzeit. Durch das Tal des Zeidlerbaches geht es hinab ins Khaatal, der Grenzübergang und Hinterhermsdorf über die Hinterdaubitzer Straße (Fahrweg) sind nach einer weiteren Stunde bald erreicht.
Gehzeit insgesamt: ca. 5 Stunden. Wanderkarten von Rolf Böhm: "Hinterhermsdorf   und die Schleusen" im Masstab 1:10000 sowie Böhmische Schweiz  (1:40000) sind sehr hilfreich.

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