Von Dresden kommend erreichen wir Nossen mit dem Frühzug über Meißen. Nossen ist eine kleine Stadt mit ca. 6100 Einwohnern und liegt an der Freiberger Mulde. Herausragende Sehenswürdigkeit Nossens ist das gleichnamige Schloss, welches auf einer Felsnase errichtet wurde. Das Gründungsjahr des Schlosses ist nicht bekannt. Heute ist im Schloss das Heimatmuseum untergebracht, ein Besuch lohnt sich, um die Geschichte Nossens und der Umgebung zu erfahren. Zur Zeit ist im Schloss bis November 2001 eine Ausstellung mit dem Thema "Sachsen - wie es Maler sahen" zu sehen.

Schloss Nossen

Unterhalb des Schlosses beginnt unsere Tour. Wir überqueren die Brücke und biegen bald rechts an der Schule ins Tal der Freiberger Mulde. Unser Wanderweg ist mit einem blauen Strich markiert. Gleich hinter der Schule besteht auch die Möglichkeit, dem mit einem grünen Strich markierten Weg hinauf zur Bastei zu folgen. Von der Bastei hat man einen guten Ausblick zum Schloss und über Nossen. Wir bleiben aber im Tal. Neben dem Fluss sehen wir auf der anderen Seite noch die Überreste der ehemaligen Kleinbahn, die früher bis 1972 hier im Tal entlang nach Wilsdruff zuckelte. Vorbei geht es an Felsen, Flusswehren und einem Biotop. Bald passieren wir den Sportplatz. Auf der anderen Seite ist bald die Gastwirtschaft und Pension "Muldental" zu erkennen, eine der wenigen Einkehrstätten im Verlauf der Wanderung. Wir brauchen diese aber nicht, denn es ist noch früh am Tag (aber wer die Tour andersherum läuft, für den ist das Gasthaus interessant!). Vor uns erhebt sich nun das imposante Bauwerk der Autobahnbrücke der A4, die in den letzten Jahren zwischen Dresden und Chemnitz sechsspurig ausgebaut wurde.

Bevor wir die Brücke passieren, sollten wir links des Weges das Mundloch des Ronow -Erbstollen, eine ehemalige Sibererzgrube, nicht verpassen. Gleich dahinter sehen wir nur noch die Grundmauern des ehemaligen Huthauses, welches 1849 erbaut und 1979 einem Brand zum Opfer fiel. Bis dahin war es eine beliebte Ausflugsgaststätte. Von links biegt auch der Wanderweg von der Bastei in unseren Weg ein und wir unterqueren die 70m hohe Autobahnbrücke. Vorbei geht unser Weg an der ehemaligen Beiermühle (hier zweigt nach rechts ein rot markierter Wanderweg nach Siebenlehn ab). Wir folgen der blauen Markierung durch den Siebenlehner Busch. Auf der anderen Flussseite ist bald die Steyermühle mit dem dazugehörigen Gewerbepark zu erkennen. Wir erreichen bald wieder das Flusstal, nachdem der Weg uns durch den Wald ein wenig mit nach oben genommen hatte. Im Tal türmt sich vor uns links ein Felsmassiv auf - die Muldenzacke.

Die Muldenzacke ist einer der erschlossenen Klettermassive im Tal der Freiberger Mulde bzw. der Bobritzsch. Auf der Homepage vom Sächs`schen Maunt`nvereins Freiberg (Link auf der Sachsenseite im WANDERWEB) steht mehr dazu. Unmittelbar nach der Muldenzacke hinter der zu passierenden Papierfabrik (Vorsicht - Betriebsgelände - Durchgang gestattet) mündet die Bobritzsch in die Freiberger Mulde. Bald schon sehen wir das Zollhaus, früher eine Gastwirtschaft, heute leider geschlossen und erbärmlich zugerichtet von Vandalen! (Bild unten).

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