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Stille Wanderung in den Großen Zschand
Dieser Wandervorschlag ist für die
gedacht, die die Ruhe suchen und nicht in Großvereinen wandernd durch die Gegend ziehen.
Ausgangspunkt ist die Haltestelle THORWALDER BRÜCKE der Buslinie Bad
Schandau-Hinterhermsdorf im Kirnitzschtal. Hier befindet sich auch ein kleiner
Parkstreifen, ungefähr 20 PKW`s finden hier kostenlos(!) eine Stellfläche. Unmittelbar
an der Haltestelle verlassen wir die Strasse und folgen dem Lauf der Kirnitzsch
aufwärts. Bald nachdem wir die Strasse hinter uns gelassen haben, umfängt uns die Ruhe.
Nur das Murmeln des Baches ist zu hören. Nach vielleicht 20 Minuten zweigt rechts ein
Wanderweg über eine Brücke in Richtung Großer Teichstein und Zeughaus ab. Diesen
ignorieren wir und folgen weiter dem Bachlauf bis rechts die nächste Brücke erscheint.
Diese überqueren wir und folgen dem Weg bis zur ersten Kehre. Die Markierung folgt nach
rechts doch wir gehen geradeaus weiter (keine Markierung!). Es handelt sich hier um den
Hinteren Torwaldweg. Nach vielleicht 300m zweigt rechts ein alter Forstweg ab, der schon
etwas verwachsen, aber noch gut zu erkennen ist. Diesen folgen wir nach oben. Die Stille
der Natur, des Waldes mit seinen Geräuschen empfängt uns, je weiter wir nach oben
streben. Vielleicht habt Ihr Glück und vor Euch quert ein Reh dem Weg. An der nächsten
Kreuzung gehts geradeaus weiter, hier sind wir im tiefen dichten Wald. Bald erreichen wir
ein Wildgatterzaun auf der linken Seite. Nach Passieren noch ungefähr einhundert Meter,
dann ist rechts eine Schneise zu erkennen. Diese folgend erreichen wir bald den
FÖRSTERSTEIN (369m). Links der Zahl 156 am Felsen führt ein schmaler Pfad auf den Felsen
(Trittsicherheit erforderlich!). Oben ist genug Platz für eine Rast (aber bitte den Müll
wieder mitnehmen!!!). Der Gipfel ragt kaum über die Baumwipfel hinaus, aber trotzdem kann
man seinen Blick über den Raumberg, eine bewachsene Basaltkuppe (460m) weiter zu den
Thorwalder Wänden schweifen lassen. Den dazugehörenden Auerhahnfelsen kann man durch die
Baumwipfel kaum sehen. Zurück geht es dann zum Ausgangspunkt der Schneise. Wir folgen
weiter den Försters Ebenenweg und erreichen bald die Thorwalder Wände. Dieses Gebiet
wurde zum Schutz der Natur zur Kernzone erklärt, d.h. wir dürfen uns hier nur auf
markierten Wanderwegen- und stegen bewegen. Der Zugang zu den Klettergipfeln ist auch
genau festgelegt. Vor den Aufstieg in die Wände erreichen wir eine Kreuzung unterhalb des
Auerhahnstein bzw. gegenüber das Massiv des BACKOFENS, einem Klettergipfel. Vor dem
BACKOFEN steht natürlich die SEMMEL etwas vorgelagert. Wir folgen dem links zwischen den
genannten Felsen steil nach oben strebenden Pfad (keine Markierung!) bis zu einer
Schlucht. An der linken Felsseite ist hier die Zahl 148 zu erkennen. Nach der Schlucht mit
einer kleinen Kletterstelle weiter erst nach rechts einem Pfad folgend bis zur im
Felsen erkennbaren Zahl 198. Nun gehts weiter zwischen den Felsen bergab, bis wir den
Reitsteig (Markierung grüner Strich) erreichen. Der Reitsteig ist einer der schönsten
Wanderwege in der Sächsischen Schweiz, wir wenden uns hier nach links und erreichen nach
vielleicht einer weiteren halben Stunde Gehzeit die HICKELHÖHLE. Mit der schönen Ruhe
ist es nun meist vorbei, denn hier trifft man viele Wandersleut. Es besteht die
Möglichkeit, nach links über die Wände wieder ins Kirnitzschtal, oder auf unserer
Seite durch die Hickelschlüchte ins Tal herabzusteigen. Nach vielleicht 45 Minuten
erreicht man das ZEUGHAUS (siehe Wandervorschlag Nr. 1). Das Hotel hat z.Zt. (Sommer 1999)
nicht mehr geöffnet. Der Gästegarten hat noch geöffnet, ein Aushang der Pächter
informiert aber, dass die baldige Schließung droht (Zwangssanierung!). Wer sich für den
Erhalt des Gästegartens einsetzen will, hat derzeit die Möglichkeit seine Stimme in
einer Protestliste abzugeben. Wir folgen nach einer (noch möglichen) Rast und dem Genuß
eines Bierchens (0,5l Rechenberger für 3,20DM(!) sind ein absolut fairer Preis) den Weg
Richtung Neumannmühle (Gasthaus, Wanderlager, Parkplatz, Bushaltestelle). Unser Weg
zweigt aber nach ungefähr einem Kilometer rechts über den Flügel E und Hohlfelds Graben
zur BUSCHMÜHLEe ab. Die BUSCHMÜHLE ist eine alte Mahl- und Schnittmühle im
Kirnitzschtal, die heute noch in Betrieb ist. In dem dazugehörenden Gasthaus (Freitag
Ruhetag) gibts den halben Liter Bier noch für 2DM und konkurenzlos preiswertes Essen
(Paprikaschote 5,60DM, das wohlgemerkt im Sommer 99!!!). Auch hier gibt es eine
Bushaltestelle, wer das Auto am o.g. Parkstreifen stehen hat, folgt der
Kirnitzschtalstraße bachaufwärts. Viel Spaß!
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