Als Ausgangspunkt der heutigen Wanderung wählten wir Cunnersdorf. Am Bad befindet sich ein Parkplatz (Parkgebühr bis 4h= 1DM; über 4h = 2DM - human finden wir). Gleich hinter dem Bad geht es nach rechts an der Katzsteinbaude (Gaststätte mit Übernachtungsmöglichkeit) vorbei bergan. Nach ca. 15 Minuten queren wir die Winterleitenstraße. Diese alte Forststraße wurde 1816 gebaut und 1885 ausgebaut, heute dient sie dem Wanderer. Links lassen wir den Katzstein liegen, dahin kommen wir später. Weiter geht's zum Spitzstein (410m). Der Spitzstein ist ein durch eine Eisenleiter für die Allgemeinheit zugänglicher ca. 15m hoher Felsen. Er bietet einen herrlichen Rundblick bis Dresden, über die Tafelberge des Elbsandsteingebirges, die Schrammsteine, Affensteine, den Großen Winterberg bis weiter ins Tschechiche. Weiter folgen wir nach dem Abstieg der Markierung gelber Strich bis ins Tal des Lampertsbaches, teilweise ist der Weg verwachsen! Nun folgen wir bergan der grünen Strichmarkierung Richtung Rosenthal. Im Gasthof „Erbgericht" kann man endlich wieder einkehren (war jahrelang geschlossen) und gut und preiswert schlemmen. Ein gutes Bier (Eibauer oder Radeberger) runden den Gaumenschmaus ab, Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden. Frisch gestärkt heißt es nun Ausdauer zu beweisen, denn in Richtung tschechiche Grenze geht's nur auf Asphalt. Nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir den Wandergrenzübergang. Im Tschechischen geht's quer durch den Wald bis zu dem Ort Schneeberg. Hier gibt es auch mehrere Einkehrmöglichkeiten, die hier in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen. Für die Leute der Region auch fast der einzige Erwerbszweig, alle anderen Häuser der weniger Betuchten verfallen mehr und mehr. Hier in diesem Gebiet, das bis zum Ausgang des 2. Weltkrieges mehrere Jahrhunderte lang vorwiegend von Deutschen besiedelt war, zeigt sich der Niedergang einer Region durch die damalige Zwangsvertreibung. Erschreckend sind auch die sterbenden Wälder, hervorgerufen durch die Umwelteinflüsse des böhmischen Braunkohlebecken. Nachdem wir den Ortsteil durchwanderten, biegen wir an der Kreuzung nach links zum Hohen Schneeberg ab. Dieser ist die höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges insgesamt (724m). Auf der Gipfelplatte befindet sich auch ein Aussichtsturm. An dessen Fuß hat ein rühriger Tscheche einen Imbis eingerichtet. Früher befand sich hier einmal ein Gasthaus aus der Vorkriegszeit, doch dieses ist leider auch schon lange plattgemacht. Vielleicht bringt die Öffnung der Tschechei zur EU auch hier irgendwann einen Investor, der hier ein Gasthaus wieder baut. Vom Turm hat man einen herrlichen Blick ins Böhmische, aber auch zurück in die Sächsische Schweiz. Der Blick schweift fast über alle Erhebungen.
Der Rückweg bis nach Rosenthal ist der gleiche, da wir ja die Staatsgrenze nur am Grenzübergang queren dürfen. In Rosenthal biegen wir aber nach rechts auf die Winterleitenstraße ab (Markierung: grüner Punkt). Unser nächstes Ziel ist der Rotstein (458m), ein vielleicht 15m hoher Kletterfelsen, leichtester Aufstieg Schwierigkeit drei der sächsichen Skala). An diesem vorbei wandern wir weiter zum Katzstein, hier können wir wieder über eine Leiter den Felsen erklimmen und wiederholt einen herrlichen Rundblick genießen. Besonders markant ist der Blick zurück zum Hohen Schneeberg. Der letzte Aussichtspunkt auf der heutigen Tour ist nach 5 Minuten erreicht, das Signal. Vor dem Abstieg holen wir uns noch einmal Ideen für kommende Touren. Unterhalb des Signal`s ist auch eine wunderschöne Boufe. Bald erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung, in den Sommermonaten rundet jetzt ein erfrischendes Bad die vielleicht sechsstündige Wanderung ab. Einkehrmöglichkeiten gibt es hier in der schon erwähnten Katzsteinbaude, aber auch im Ort im Deutschen Haus (sehr zu empfehlen, mit Übernachtung) und in zwei weiteren Gasthäusern. Wanderkarte: Große Karte der Sächs. Schweiz von Rolf Böhm.

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Freibad Cunnersdorf