Eine Rundwanderung um die Schrammsteine


Nasser Grund - Falkenstein - Schrammtor - Teufelsturm - Starke Stiege - Kleiner Dom

Doreen von Tillner `s Bergseiten gab uns den „Geheimtipp" für diese Wanderung. Wir änderten Ihre Route ein wenig ab: Unser Startpunkt war der Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal. Der Sommer verabschiedet sich nun langsam und ein erster Vorherbsttag lässt die Nebelschwaden durchs Gebirge ziehen. Einige Regentropfen pladdern herab, wir lassen uns aber nicht verdrießen.  Nach dem Nassen Grund verläuft der Weg nach rechts und bald erreichen wir die eine große Wiese, die Wildwiese. Rechts im Bild grüßt der Falkenstein, ein ca. achtzig Meter hoher Klettergipfel.

Interessant ist die Geschichte der Erschließung des Felsen als Klettergipfel - bereits 1864 bestiegen Turner aus Bad Schandau den Gipfel mit künstlichen Hilfsmitteln, wie z.B. Leitern. Dieser sogenannte Turnerweg ist als sächsische Drei eingestuft und neben dem Schusterweg (ebenfalls Drei) die „leichteste" Möglichkeit, kletternd auf den Falkenstein zu gelangen. Wobei erwähnt werden muss, dass der Schusterweg dem Turnerweg vorzuziehen ist, da dieser mit seinem Verlauf sehr interessant ist. Der Turnerweg wird mehr zum Abstieg verwendet, zu den Abseilösen muss er mit begangen werden. Erwähnt soll auch der Turnersprung im Verlauf des Turnerweges ( Sprung eins) werden.

Aber das alles hat ja nix mit dem „Geheimtipp" von Doreen zu tun, denn den Falkenstein lassen wir einfach rechts liegen und wandern den Elbleitenweg entlang zum Schrammtor. Bei der Abzweigung zu diesem gehen wir geradeaus weiter. Ein kurzes Stück und wir sehen linkerhand den Schrammtorwächter und rechts daneben den Viererturm mit seiner Talkante. Dieser Südweg ist ohne Unterstützung eine sechs, mit Unterstützung an dem Buckel mit der Sanduhr eine fünf. Auch ein sehr interessanter Kletterweg, gern denken wir an unsere Begehung 1983 zurück, da war die Sanduhr zum sichern noch richtig fett. Ob sie heute noch hält? ...

Vorbei am Vorderen Schrammsteinturm geht es auf den Elbleitenweg. Rechts unten blinkert die Elbe. Aber wir wollen ja zur Starken Stiege! Nach einer vielleicht halben Stunde Gehzeit grüßt links der Teufelsturm.  An der Abzweigung gehen wir nach links weiter, den folgenden Aufstieg durch die Breite Kluft zum Schrammsteinweg hinauf ignorieren wir. Vorbei am Rauschenstein und dem Winklerturm geht es bald nach links talwärts. An der dann sehr scharfen Wegbiegung nach rechts nehmen wir den Weg ganz links (keine Markierung!). Den Weg folgend erreichen wir immer geradeaus die Starke Stiege. Anfangs ein Bergpfad, müssen bald die Hände zum Überwinden kleinerer Felsblöcke zu Hilfe genommen werden. Das eigentlich Beste kommt zum Schluss - etwa 20 m lang führt der Weg durch Klammern und dann Drahtseile gesichert in die Wand. Man muss sich festhalten!
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