STOLPEN    und    Wesenitztal

Ausgangspunkt des heutigen Wandervorschlages ist das kleine Städtchen STOLPEN. Die Stadt Stolpen zählt mit seinen Ortsteilen ca. 6000 Einwohner und erstreckt sich an der Nahtstelle zwischen der Sächsischen Schweiz und dem Lausitzer Bergland. Von Dresden ist Stolpen ungefähr 25 km entfernt.
Weithin sichtbar ist das Wahrzeichen der Stolpens, die 775 Jahre alte BURG STOLPEN. Bevor Ihr Eure Schritte in das Wesenitztal lenkt, solltet Ihr unbedingt der Burg und der spätmittelalterlichen Stadt einen Besuch abstatten. Euch erwartet ein Gang durch die Geschichte... erwähnt sei hier nur das traurige Schicksal der Gräfin Cosel, die bekannteste Mätresse August des Starken, die viele Jahre auf der Burg eingesperrt lebte.
Die Burg ist von April bis November täglich von 9 bis 17 Ihr, in den Wintermonaten witterungsabhängig von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Stolpen kann man gut mit Bahn erreichen, von Pirna fahren täglich mehrere Züge (falls nicht gerade wieder gebaut wird und Schienenersatzverkehr fährt).
Nach der Burgbesichtigung wenden wir unsere Schritte durch die Schützenhausgasse aus Stolpen in Richtung Neudörfel hinaus. Dabei folgen wir der grünen und gelben Markierung durch die Pflaumenallee (gebührenpflichtiger Parkplatz). Schon nach einer knappen halben Stunde ist Neudörfel erreicht. Falls die Mittagszeit heran ist, lohnt sich ein Besuch des Landgasthofes, absolut preiswertes, reichliches und schmackhaftes Mittagessen! Dazu folgen wir am Abzweig in Neudörfel der gelben Markierung bis zum Gasthof. Nach dem Mahle kehren wir zu den erwähnten Abzweig zurück und folgen der grünen Markierung (Abkürzung mögich! Auf Straße bleiben!).
An der ehemaligen Stadtmühle (Walkmühle)  vorbei laufen wir zur Buschmühle, früher war hier ein Ferienheim untergebracht, leider gibt es hier auch keinen Pächter oder Besitzer, der dies schöne Fleckl Erde als Gathaus oder ähnliches weiterbetreibt. Auf der Wanderkarte ist auch ein Gasthaus vermerkt, das Waldhaus - es ist geschlossen! An der Buschmühle folgen wir links über die Brücke der grünen Markierung. Der Weg verlässt bald das Tal und wir gewinnen an Höhe. Rechts unten liegt die Scheibenmühle. Bald erreichen wir Schmiedefeld, an der Wegkreuzung folgen wir der grünen Markierung rechts Richtung Bühlau (leider Straße, aber auf der anderen Bachseite ist ein neuangelegter Wanderweg, noch nicht ausgeschildert). Von Bühlau nach Großharthau ist es nur noch ein Katzensprung, hier hast Du Anschluß zur Bahn Dresden- Bautzen. Wir sind aber von Bühlau auf dem eben erwähnten neu gebauten Wanderweg zurückgelaufen, bald querfeldein über die Wiesen und Auen, die Scheibenmühle ließen wir rechts liegen und erreichten die Buschmühle, nicht ohne vorher vor zwei Mundlöchern zu stehen und zu rätseln, was sich in den abgesperrten Höhlen verbirgt. In der Wanderkarte ist hier eine Goldgrube erwähnt.
Den Weg nach Stolpen, wo unser Auto steht, beschrieben wir auf dem Hinwege schon. Insgesamt sollte man mit Burg- und Stadtbesichtigung ca. 5 Stunden einrechnen. Die Wanderung ist wieder einmal für die Begeher der kleinen Pfade gedacht.
Als Wanderkarte empfehlen wir Rolf Böhms Stolpen und das Stolpener Land - zwischen Wesenitz und Polenztal. 
(ho)

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