Von Hinterhermsdorf auf den Wachberg



Die heutige Wanderung kann man an verschiedenen Orten beginnen, denn es gibt mehrere Parkmöglichkeiten, an denen man seinen fahrbaren Untersatz abstellen kann. Besser ist es natürlich, mit dem Bus zu kommen. Günstige Verbindungen gibt es von Bad Schandau oder Sebnitz nach Hinterhermsdorf.
Wir stellten unser Auto in Hinterhermsdorf ab (Tageskarte 5,-DM). Gleich neben den Parkplatz stehen ein paar Wegweiser. Wir folgen der Alten Nixdorfer Straße (Markierung blauer Strich) Richtung tschechischer Grenze. Nachdem wir den Ort mit seinen schmucken Häusern verlassen haben, können wir bald unseren Blick nach links über die Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz schweifen lassen. Ein herrliches Panorama. Bald zweigt rechts ein Wanderweg zur Obermühle (Gaststätte und Pension), aber davon in einer anderen Wanderung. Wir folgen dem Fahrweg bis vor die Staatsgrenze (Wandergrenzübergang). Unser Weg biegt nach links ab auf den "Prof.-Alfred-Meiche-Weg". Er verengt sich zu einem kleinen Pfad und führt uns immer an der Grenze bleibend in Richtung Wachberg. Nach ungefähr einer Stunde Wegezeit erreichen wir diesen 496m hohen Aussichtspunkt mit Gasthaus. Besonders das herrliche Panorama von der Terrasse des Gasthauses lohnt einen Aufstieg. Nicht vergessen werden darf, dass es hier auch gut schmeckt und das zu fairen Preisen (Essen von 10DM bis ca. 18DM - und da ist immer eine Vorsuppe und Kompott mit drin!).
Nach einer Stärkung geht's weiter bergab dem roten Strich folgend nach Saupsdorf. Saupsdorf ist auch ein schöner kleiner Ort am Rande des Nationalparkes und da es hier keinen Durchgangsverkehr gibt, ein idealer Ort zum Ausspannen... und wandern natürlich. Hier befindet sich auch ein Parkplatz, also man kann auch hier die Tour beginnen und enden lassen.
Unser nächstes Ziel ist der Kleinstein mit der Kleinsteinhöhle (weiter auf der roten Strichmarkierung). Der Kleinstein mit seiner Kleinsteinwand ist ein Kletterfelsen (leichtester Aufstieg nach sächsischer Schwierigkeitsskala eine EINS) mit einer Höhle darunter. Der Ausblick ist auch nicht zu verachten! Es folgt der Abstieg ins Kirnitzschtal, welches wir unterhalb von Sturmbauers Eck nach vielleicht einer Viertelstunde Gehzeit erreichen. Auch hier ist ein Parkplatz. Der Name Kirnitzschtal stimmt so aber nicht, denn die Kirnitzsch zweigte weiter unten ab, der Bach hier ist der Saupsdorfer Bach. Wir folgen auf der Straße dem grünen Strich Bachaufwärts, bis kurz vor Erreichen der Räumnichtmühle rechts die Mühlschlüchte abzweigen. Die Einkehrmöglichkeit Räumnichtmühle ist sehr zu empfehlen, preiswerte Speisen und Getränke, sehr schmackhaft! Wir folgen aber den Mühlschlüchten bergan bis zur Schutzhütte. Nicht versäumen sollte man von hier aus das Kleine und das Große Pohlshorn, vorallem die Aussicht vom Großen Pohlshorn ist zu empfehlen. Hierzu folgen wir an der Schutzhütte der Markierung nach rechts. Nach einer Stunde Weg zurückgekehrt (mit Aussichtsrast), gehts von der Schutzhütte aus weiter über den Pohlshornweg und den Hirschewaldweg nach Hinterhermsdorf.
Insgesamt sollte man vier bis fünf Stunden einplanen (mit Rast, Einkehr). Als Wanderkarte empfehlen wir Rolf Böhm`s Wanderkarten der Sächsischen Schweiz GROSZER ZSCHAND sowie HINTERHERMSDORF UND DIE SCHLEUSEN, beide im herrlichen Maßstab 1:10000! Frisch auf und viel Spaß! 

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