Wandern im Zittauer Gebirge
Drei Wanderungen rund um Kurort Oybin
Der erste Tag

Ein paar Tage Herbsturlaub sollten diesmal nicht weit von unserer Heimatstadt Dresden entfernt verlebt werden. Da das Zittauer Gebirge nur rund 100 km und somit nur knapp 2 Autostunden (Landstraße) entfernt liegt, brachen wir am 14. Oktober 00 auf. In Oybin hatten wir eine Ferienwohnung gemietet, die für fünf Personen groß genug war (3 Zimmer je über 20qm, Veranda, Küche, Bad, WC) - ein Glücksgriff! Diesiges, nebliges Wetter bei unserer Ankunft versperrte uns den Blick auf die Berge um Oybin, selbst der Oybinberg mit seiner Burgruine war nicht zu sehen. Am nächsten Morgen war der ganze Spuk wie weggeblasen, die Sonne lugte über den Berg und die Wanderung konnte beginnen.

In der oberen Etage befindet sich unsere Ferienwohnung, im Hintergrund der Berg Oybin

Erst mal hinab in den Ort, Oybin ist nicht sehr groß und liegt sehr schön in einem Talkessel. Einige kleine Andenkensläden hatten bereits geöffnet und die ersten Sonntagsausflügler, die mit der Kleinbahn von Zittau gerade angekommen sind, strebten dem Oybinberg zu. Wir folgten jedoch dem "gelben Strich" und gelangten nach zwanzigminütigen Bergaufgehen in Hain an. Hain liegt direkt an der böhmischen Grenze, ein Grenzübertritt für Fußgänger ist hier offiziell möglich. Wir gingen weiter bergan und nach noch einmal 30 Minuten langten wir auf dem Hochwald (blaue Markierung). Die Sicht war leider nicht sehr gut, so verzichteten wir auf eine Besteigung des Aussichtsturmes. Statt dessen besuchten wir das Turmstübel, sehr zu empfehlen - gute hausgemachte Speisen und natürlich das Eibauer Bier. Hinab ging es dann Richtung Lückendorf. Am Kammloch kreuzten wir die Straße Oybin - Lückendorf in Richtung Große Felsengasse.

Bevor diese beginnt, ist ca. 20m links des Weges der Muschelsaal zu betrachten. Die Eindrücke in den Felsen erinnern stark an Muschelabdrucke. Weiter geht es durch die Große Felsengasse und schon bald erreichen wir, nachdem wir linkerhand einige schöne Ausblicke auf das unter uns liegende Oybin mit dem Oybinberg genießen konnten, die Edmundshütte (Schutzhütte). Weitere 10 Minuten Gehzeit, und links ragt der Scharfenstein über den Waldwipfeln heraus. Dieser ist mit Leitern und Treppen begehbar gemacht und nach dem Aufstieg kann man eine wunderbare Rundumsicht genießen. Weiter geht es dann durch die Kleine Felsengasse und dann über Stufen hinauf zum Töpfer. Vorher ist ein Blick von der Böhmischen Aussicht unbedingt zu empfehlen! Vor Erreichen des Gasthauses auf dem Töpfer steht rechts ein Stück vorgelagert ein Klettergipfel, die Brütende Henne (Alter Weg II). Das Gasthaus (Dienstag Ruhetag) selbst hat eine interessante Geschichte hinter sich und wurde vor nicht allzu langer Zeit nach Rekonstruktion wieder eröffnet. Einige Bilder und Erläuterungen im Gastraum weisen darauf hin. Nach Eis- bzw. Biergenuss (Schwarzer Steiger, leider kein Eibauer) genossen wir noch einige Blicke von den umliegenden Aussichtsfelsen- bzw. punkten. Dann ging es hinab Richtung Oybin, was nach 20 Minuten schon erreicht wurde.

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Kammloch

Links: Felsengasse
Unten: Muschelsaal